In den letzten Jahren hält das Thema Open Educational Resources (OER) immer mehr Einzug in die deutschsprachige Bildungslandschaft und -politik. Besonders im Zusammenhang mit digitalen Medien und rechtlichen Aspekten in digitalen Umgebungen entstehen oft Unsicherheiten und neue Herausforderungen bei Lehrenden und Lernenden. Open Educational Resources können hierfür konkrete Lösungen sein, da das Kopieren, Verändern und Weitergeben explizit erlaubt wird. Dabei geht es bei OER um das Schaffen von Zugängen zu Bildung und freien Bildungsressourcen für alle Menschen.

Frage 11
Welches Verständnis hat Ihre Partei von offener Bildung und Open Educational Resources?

Redaktioneller Hinweis der Redaktion von medienbildung-jetzt.de:
Die folgenden Antworten beziehen sich auf den Fragenkomplex 11 bis 13.

Mit dem Open Educational Resources (OER)-Projekt entwickeln wir freie Lehrmittel, die durch Lernende und Lehrende kostenfrei genutzt und verbreitet werden können. Ab dem Schuljahr 2017/18 werden wir den flächendeckenden Austausch von OER-Mitteln ermöglichen sowie den Anteil der verfügbaren OER-Lehrmittel weiter ausbauen.

Die CDU hat unsere Wahlprüfsteine nicht beantwortet. Schade.

Offene Bildung ist für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein wichtiger Bestandteil, um den Zugang zu Bildung für alle Menschen in Zukunft zu sichern. Die Ausweitung von Open Educational Resources (OER) kann eine Hürde beim Zugang zu Bildung abbauen. Allerdings müssen für die Nutzung von OER bereits viele Kompetenzen und Ressourcen bei den Nutzer*innen vorhanden sein – wie ein Zugang zum Internet, und technische wie persönliche Kompetenzen im Umgang mit Technik aber auch in Bezug auf die persönliche Lernbiografie. Deshalb sind OER eine wertvolle Ergänzung klassischer Angebote der Bildung, können diese aber nicht ersetzen.

Redaktioneller Hinweis der Redaktion von medienbildung-jetzt.de:
Die folgenden Antworten beziehen sich auf den Fragenkomplex 11 bis 13.

Die voranschreitende Digitalisierung ist eine Herausforderung für das Lernen und für die Berliner Schule. Eine wichtige Rolle spielen hierbei „Offene Lehr- und Lernmaterialien (OER)“. Mit ihnen werden, jenseits der Monopolstellung der klassischen Schulbuchverlage, neue Wege für die Entwicklung und Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialen beschritten.  DIE LINKE. Berlin unterstützt ausdrücklich das Erstellen und die Nutzung Offener Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources, OER). Schulen müssen dafür, ähnlich wie Hausmeisterinnen und –meister, zusätzliche Stellen für die IT bekommen. Dazu muss ein Entwicklungspool aus erfolgreichen Lehrkräften aus der Praxis und der Wissenschaft geschaffen werden.

Dazu im Antrag 17/2805:

  • die Schaffung einer funktionstüchtigen, sicheren digitalen Lernplattform mit qualitativ hochwertigen, offenen und frei verwendbaren Inhalten (Open Educational Ressources) unter Einbeziehung moderner pädagogischer und fachdidaktischer Konzepte, die barrierefrei zugänglich und leicht bedienbar sein soll;

Im Wahlprogramm DIE LINKE. Berlin:

  • Wir setzen uns für die Nutzung und die Erstellung offener Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Ressources, OER) sowie den Einsatz von Open-Source Software ein.
Unter OER – Open Educational Resources – versteht man freie bzw. offene Bildungsmaterialien, die meist in digitaler Form vorliegen.
Ein selbstbestimmter und aufgeklärter Umgang mit öffentlichen Inhalten gehört für die PIRATEN zum staatlichen Bildungsauftrag. Daher ist für die Teilnahme an öffentlichen Bildungsangeboten der Stadt Berlin – Schulen, Hochschulen, Bibliotheken sowie Einrichtungen kultureller Bildung – der uneingeschränkte Zugang zu Inhalten offener Datennetze unerlässlich.

 

Die PIRATEN Berlin lehnen Vorgaben und Regelungen, die zur Einschränkung der Verfügbarkeit von andernfalls frei zugänglichen Inhalten ab. So ist beispielsweise Filtersoftware kein geeignetes Mittel des Jugendschutzes.
An öffentlichen Bildungseinrichtungen müssen stattdessen die Voraussetzungen und die Infrastruktur geschaffen und ausgebaut werden, die einen freien und gleichberechtigten Zugang zu Inhalten ermöglichen.

Unterrichtsmaterial muss unter einer freien OER Lizenz zugänglich gemacht werden. Dies vereinfacht den Lehrkräften die Erarbeitung von eigenen Unterrichtsmitteln. Die Erstellung frei verwendbarer Unterlagen durch Lernende, Lehrende und andere wird durch das Land gefördert.

Dies betrifft dabei nicht nur OER. Die PIRATEN Berlin fordern ebenso den allgemeinen und freien Zugang zu allen aus Steuermitteln finanzierten Forschungsergebnissen (Open Access). Dies betrifft Publikationen, Patente und die den Publikationen zu Grunde liegenden Forschungsdaten, aber auch Erkenntnisse in der Didaktik und damit die Forschung an den Unterrichtsmaterialien selbst.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat am 13. Oktober 2015 auf Antrag der Piratenfraktion eine Open-Access-Strategie für Berlin beschlossen. Als erster Schritt wird nun ein Open-Access Büro gegründet.

Frage 12
Welche Vorschläge haben Sie, um Lehrende und Lernende beim Einsatz von OER zu unterstützen und das Thema OER bekannter zu machen?

Redaktioneller Hinweis der Redaktion von medienbildung-jetzt.de:
Die folgenden Antworten beziehen sich auf den Fragenkomplex 11 bis 13.

Mit dem Open Educational Resources (OER)-Projekt entwickeln wir freie Lehrmittel, die durch Lernende und Lehrende kostenfrei genutzt und verbreitet werden können. Ab dem Schuljahr 2017/18 werden wir den flächendeckenden Austausch von OER-Mitteln ermöglichen sowie den Anteil der verfügbaren OER-Lehrmittel weiter ausbauen.

Die CDU hat unsere Wahlprüfsteine nicht beantwortet. Schade.

Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN müssen eine attraktive, einheitliche Lernplattform und die Förderung von Open Educational Ressources Bestandteile eines Gesamtkonzeptes für digitale Bildung sein. Wir plädieren für den vermehrten Einsatz und die Nutzung von Open Educational Ressources (OER). Mit der Lizenzierung auf Basis von Creative Commons werden Lehrkräfte von der Angst entlastet, Urheberrechte zu überschreiten. Gerade hinsichtlich der Umsetzung der neuen Rahmenlehrpläne für Berlin und Brandenburg böte sich hier eine Chance zur einer kooperativen Erstellung und Entwicklung neuer digitaler Lehr- und Lernmaterialien unter Einsatz von OER. Die Entwicklung und Bereitstellung geeigneter Unterrichtsmaterialien verursacht zunächst Kosten, diese amortisieren sich aber langfristig durch den geringeren Verschleiß und die Möglichkeit der zeitnahen Aktualisierung und Ergänzung im Vorteil gegenüber Medien wie Büchern oder Kopiervorlagen. Durch den Einsatz von Open Educational Ressources können Lizenzenkosten gesenkt und die Unterrichtsmaterialien aktueller gehalten werden. Die vom Senat auf 2016 beschränkte Summe zur Förderung von OER ist zwar ein Einstieg, reicht aber nicht aus. Wir plädieren für eine kontinuierliche Unterstützung, um einen nachhaltigen Entwicklungsprozess in Gang zu setzten.

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern:

  • verstärkte Nutzung von Open Educational Ressources, um Urheberrechtsverstöße zu vermeiden;
  • eine funktionstüchtige, sichere digitale Lernplattform mit qualitativ hochwertigen Inhalten in Hinblick auf pädagogische und fachdidaktische Konzepte, leichte, barrierefreie und intuitive Bedienbarkeit sowie Verzahnung von analogen und digitalen Medien unter verstärkter Einbeziehung von Open Educational Ressources.

Redaktioneller Hinweis der Redaktion von medienbildung-jetzt.de:
Die folgenden Antworten beziehen sich auf den Fragenkomplex 11 bis 13.

Die voranschreitende Digitalisierung ist eine Herausforderung für das Lernen und für die Berliner Schule. Eine wichtige Rolle spielen hierbei „Offene Lehr- und Lernmaterialien (OER)“. Mit ihnen werden, jenseits der Monopolstellung der klassischen Schulbuchverlage, neue Wege für die Entwicklung und Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialen beschritten.  DIE LINKE. Berlin unterstützt ausdrücklich das Erstellen und die Nutzung Offener Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources, OER). Schulen müssen dafür, ähnlich wie Hausmeisterinnen und –meister, zusätzliche Stellen für die IT bekommen. Dazu muss ein Entwicklungspool aus erfolgreichen Lehrkräften aus der Praxis und der Wissenschaft geschaffen werden.

Dazu im Antrag 17/2805:

  • die Schaffung einer funktionstüchtigen, sicheren digitalen Lernplattform mit qualitativ hochwertigen, offenen und frei verwendbaren Inhalten (Open Educational Ressources) unter Einbeziehung moderner pädagogischer und fachdidaktischer Konzepte, die barrierefrei zugänglich und leicht bedienbar sein soll;

Im Wahlprogramm DIE LINKE. Berlin:

  • Wir setzen uns für die Nutzung und die Erstellung offener Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Ressources, OER) sowie den Einsatz von Open-Source Software ein.

Weiterbildungsangebote (z.B. an den Universitäten, ZEWK, TU Berlin)

Frage 13
Sollen Bildungsressourcen, die aus öffentlichen Mitteln finanziert wurden, allen Bürgerinnen und Bürgern frei zugänglich gemacht werden?

Redaktioneller Hinweis der Redaktion von medienbildung-jetzt.de:
Die folgenden Antworten beziehen sich auf den Fragenkomplex 11 bis 13.

Mit dem Open Educational Resources (OER)-Projekt entwickeln wir freie Lehrmittel, die durch Lernende und Lehrende kostenfrei genutzt und verbreitet werden können. Ab dem Schuljahr 2017/18 werden wir den flächendeckenden Austausch von OER-Mitteln ermöglichen sowie den Anteil der verfügbaren OER-Lehrmittel weiter ausbauen.

 

Die CDU hat unsere Wahlprüfsteine nicht beantwortet. Schade.

Wir fordern für Universitäten und Forschungseinrichtungen das Open Access-Prinzip anzuwenden und öffentlich finanzierte Studien und Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Prinzipiell fordern wir ein Transparenz- und Informationsfreiheitsgesetz nach Hamburger Vorbild, um öffentliche Daten, unter der Wahrung datenschutzrechtlicher Prinzipien maschinenlesbar, barrierefrei und öffentlich zugänglich zu machen.

Redaktioneller Hinweis der Redaktion von medienbildung-jetzt.de:
Die folgenden Antworten beziehen sich auf den Fragenkomplex 11 bis 13.

Die voranschreitende Digitalisierung ist eine Herausforderung für das Lernen und für die Berliner Schule. Eine wichtige Rolle spielen hierbei „Offene Lehr- und Lernmaterialien (OER)“. Mit ihnen werden, jenseits der Monopolstellung der klassischen Schulbuchverlage, neue Wege für die Entwicklung und Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialen beschritten.  DIE LINKE. Berlin unterstützt ausdrücklich das Erstellen und die Nutzung Offener Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources, OER). Schulen müssen dafür, ähnlich wie Hausmeisterinnen und –meister, zusätzliche Stellen für die IT bekommen. Dazu muss ein Entwicklungspool aus erfolgreichen Lehrkräften aus der Praxis und der Wissenschaft geschaffen werden.

Dazu im Antrag 17/2805:

  • die Schaffung einer funktionstüchtigen, sicheren digitalen Lernplattform mit qualitativ hochwertigen, offenen und frei verwendbaren Inhalten (Open Educational Ressources) unter Einbeziehung moderner pädagogischer und fachdidaktischer Konzepte, die barrierefrei zugänglich und leicht bedienbar sein soll;

Im Wahlprogramm DIE LINKE. Berlin:

  • Wir setzen uns für die Nutzung und die Erstellung offener Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Ressources, OER) sowie den Einsatz von Open-Source Software ein.

Ja, dies ist ein lange gefordertes Kernthema der PIRATEN. Alle aus öffentlichen Mitteln finanzierten Bildungsressourcen sollen unter freien Lizenzen zur Verfügung stehen.