Neben der Förderung von Medienkompetenz durch handlungsorientierte Medienprojekte stellen heute die fachlich-inhaltliche Unterstützung von Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie die Einbeziehung der Eltern weitere wichtige Schwerpunkte der Arbeit der Berliner Medieneinrichtungen dar. Die sich schnell entwickelnden Medientechnologien und neuen Netzdienste bedeuten laufend neue Herausforderungen und zeigen sich im gestiegenen Beratungsbedarf sowohl bei Eltern als auch Pädagoginnen und Pädagogen.

Der zunehmenden Bedeutung von Medienbildung steht in Berlin keine adäquate finanzielle und personelle Ausstattung der Medieneinrichtungen gegenüber. Die 5.000 Euro jährlich, die die bezirklichen Medienkompetenzzentren aus dem Programm Jugendnetz-Berlin erhalten, sind hier zu wenig. Programmmittel für landesweite Projekte wurden 2015 stark gekürzt.

Frage 7
Welche Maßnahmen streben Sie an, um die bestehenden Förderprogramme zur Verankerung von Medienbildung in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit auszubauen?

Soweit Maßnahmen der kulturellen Bildung betroffen sind, konnten wir diese bereits in der laufenden Wahlperiode ausbauen. Wir streben an, diese auszuweiten, um kulturelle Bildung und Medienbildung in der außerschulischen Arbeit zu verbessern.

Die CDU hat unsere Wahlprüfsteine nicht beantwortet. Schade.

Redaktioneller Hinweis der Redaktion von medienbildung-jetzt.de:
Die nachfolgende Antworten beziehen sich auf den Fragenkomplex 7 bis 10

Wir begrüßen den Vorschlag, Medienkompetenzzentren analog zu den Musikschulen, Volkshochschulen, Jugendkunstschulen und Gartenarbeitsschulen als außerschulische Lernorte in das Landesschulgesetz aufzunehmen und entsprechend finanziell abzusichern. Dies ist um so mehr erforderlich, als in den letzten Jahren EU-Fördermittel weggebrochen sind und keine adäquate Förderung über den Landeshaushalt sichergestellt werden konnte. Hier wollen wir den Trägern eine notwendige Planungssicherheit zurückgeben.
Wir schätzen die Angebote der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), die allerdings im Rahmen ihrer Möglichkeiten nicht mehr als ein Impulsgeber sein kann. Diese Impulse gilt es von anderen Bildungseinrichtungen aufzunehmen. Wir haben den Eindruck, im Vergleich zur Kooperation zwischen Brandenburg und der mabb hat Berlin da noch Luft nach oben.

Lernorte für Medienkompetenz sind aber auch Bibliotheken. Wir fordern einen neuen Bibliotheksentwicklungsplan, um insbesondere die bezirkliche Bibliothekslandschaft zu sichern und das Angebot den zeitgemäßen Erfordernissen anzupassen, insbesondere die Ausstattung mit digitale Medien und damit verbundene Angebote betreffend.

Zu Beginn der ablaufenden Legislaturperiode hatten Träger und Akteur*innen der Medienbildung zu Runden Tischen eingeladen. Die Forderung an den Senat, dieses Forum zu verstetigen unter Leitung und mit Unterstützung durch den Senat wurde von diesem strikt abgelehnt. Wir dagegen unterstützen die Forderung nach einer Einrichtung eines Runden Tisches Medienbildung. Wir erhoffen uns durch die Zusammensetzung der Teilnehmer*innen konkrete Verbesserungsvorschläge zur Verankerung von Medienbildung in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit, die es dann auf Landes- wie auch auf bezirklicher Ebene in die Praxis umzusetzen gilt.

Förderprogramme zur außerschulischen Medienbildung existieren nicht im luftleeren Raum. Problemtisch ist, dass die Infrastruktur für die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit seit Jahren kaputtgespart wird. Das können zeitlich begrenzte Landesprogramme nicht kompensieren. Daher fordern wir LINKE zuerst, dass die Strukturen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit in den Bezirken gesichert und bedarfsgerecht ausgebaut wird. Dafür müssen neue Formen der Finanzierung und allgemeinverbindliche Standards entwickelt werden, die, so die Forderung der Partei DIE LINKE, auch gesetzlich festgeschrieben werden müssen. Zweitens müssen die Prinzipien der Kinder- und Jugendbeteiligung fest verankert werden. Kinder und Jugendliche sollen mehr Beteiligungsrechte erhalten, um demokratische Willensbildungsprozesse zu fördern. Dazu gehört aus LINKER Sicht auch, das Wahlalter weiter herabsetzen. Kinder- und Jugendbüros müssen in die Regelfinanzierung. Wir sind sicher, dass all diese Maßnahmen auch die Voraussetzung sind, um Angebote zur Medienbildung im außerschulischen Bereich zu sichern und auszubauen.

Medienbildung schließt für uns auch ein, den verantwortungsvollen Umgang mit den Medien, insbesondere mit den digitalen Medien zu lernen. D.h. unter anderem ein bewusstes Verbraucherverhalten zu befördern und zu lernen, sich in der Fülle der angebotenen Informationen zurecht zu finden. Es gilt auch zu lernen, wie man die eigene Privatsphäre schützt und die anderer respektiert. Schließlich geht es auch darum, dass Suchtpotential richtig einzuschätzen. Wir setzen uns in diesem Zusammenhang auch dafür ein, dem Jugendmedienschutz mehr Gewicht zu geben und ihn wirksam zu reformieren.

Die PIRATEN unterstützen Ihre Forderungen zur außerschulischen Medienbildung im vollen Umfang.

Wir möchten Stadtbibliotheken in den Bezirken stärken und e-Ausleihe sowie Online- und Streaming-Angebote flächendeckend ermöglichen. Hier können auch Medienkompetenzzentren andocken. Bezirkliche Einrichtungen, z.B. für Jugendliche oder Senior*innen, sollen für die Medienarbeit finanziell gefördert werden. Die Verankerung von Medienkompetenzförderung in den Bezirken werden die PIRATEN nachdrücklich vorantreiben.

Frage 8
Was sollte seitens der Landesebene getan werden, um Einrichtungen der Jugend-, Familien- und Elternbildung bei Angeboten zur Medienkompetenzförderung gezielt zu unterstützen?

Wir werden die öffentlichen Bibliotheken als Orte lebenslangen Lernens stärken und damit die Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz und von vertieftem Wissen über das demokratische Gemeinwesen fördern. Zuggleich fördern wir deren verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen wie Familienzentren und Jugendfreizeiteinrichtungen.

 

Die CDU hat unsere Wahlprüfsteine nicht beantwortet. Schade.

Anmerkung der Redaktion von medienbildung-jetzt.de:
Die nachfolgende Antworten beziehen sich auf den Fragenkomplex 7 bis 10

Wir begrüßen den Vorschlag, Medienkompetenzzentren analog zu den Musikschulen, Volkshochschulen, Jugendkunstschulen und Gartenarbeitsschulen als außerschulische Lernorte in das Landesschulgesetz aufzunehmen und entsprechend finanziell abzusichern. Dies ist um so mehr erforderlich, als in den letzten Jahren EU-Fördermittel weggebrochen sind und keine adäquate Förderung über den Landeshaushalt sichergestellt werden konnte. Hier wollen wir den Trägern eine notwendige Planungssicherheit zurückgeben.
Wir schätzen die Angebote der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), die allerdings im Rahmen ihrer Möglichkeiten nicht mehr als ein Impulsgeber sein kann. Diese Impulse gilt es von anderen Bildungseinrichtungen aufzunehmen. Wir haben den Eindruck, im Vergleich zur Kooperation zwischen Brandenburg und der mabb hat Berlin da noch Luft nach oben.

Lernorte für Medienkompetenz sind aber auch Bibliotheken. Wir fordern einen neuen Bibliotheksentwicklungsplan, um insbesondere die bezirkliche Bibliothekslandschaft zu sichern und das Angebot den zeitgemäßen Erfordernissen anzupassen, insbesondere die Ausstattung mit digitale Medien und damit verbundene Angebote betreffend.

Zu Beginn der ablaufenden Legislaturperiode hatten Träger und Akteur*innen der Medienbildung zu Runden Tischen eingeladen. Die Forderung an den Senat, dieses Forum zu verstetigen unter Leitung und mit Unterstützung durch den Senat wurde von diesem strikt abgelehnt. Wir dagegen unterstützen die Forderung nach einer Einrichtung eines Runden Tisches Medienbildung. Wir erhoffen uns durch die Zusammensetzung der Teilnehmer*innen konkrete Verbesserungsvorschläge zur Verankerung von Medienbildung in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit, die es dann auf Landes- wie auch auf bezirklicher Ebene in die Praxis umzusetzen gilt.

Wichtig ist aus LINKER Sicht, dass der Senat stärker als bisher für das Thema Medienkompetenzförderung sensibilisiert, konzeptionelle Überlegungen initiiert, praktikable Initiativen, Maßnahmen und Projekte fördert und gute Beispiele öffentlich macht. Das gelingt aus unserer Sicht nur im ressortübergreifenden Handeln. Das Land sollte die finanziellen Voraussetzungen schaffen, um Neues zu erproben und die Maßnahmen, die sich als gut und wirksam erwiesen haben, in die Regelfinanzierung zu überführen und gegebenenfalls in die Fläche auszudehnen. Kinder und Jugendliche sollen in die Bewertung von Programmen/Projekten einbezogen werden und darüber auch entscheiden können. Das Land sollte eine stärkere Verantwortung für Aus-, Fort- und Weiterbildung in Sachen Medienpädagogik übernehmen. Auch in Sachen Elternbildung sollten Angebote initiiert und gefördert werden.

Das Land Berlin muss die Zahl der Medienkompetenzzentren durch eine signifikante initiale Investition einmalig deutlich erhöhen und dauerhaft Mittel für Personal in diesen Zentren einplanen. Wie oben dargestellt werden mindestens 15 Millionen Euro / Jahr veranschlagt, um an den Schulen eine angemessene multimediale Ausstattung und den Unterricht aufrechtzuerhalten.

Frage 9
Welche Vorschläge haben Sie, um den fachlichen Austausch zwischen Medienbildungseinrichtungen zu intensivieren?

Die Aktivitäten im Land Berlin zur Steigerung der Medienkompetenz werden verstärkt und eine einheitliche Anlaufstelle geschaffen. Die Aktivitäten sollen mit der Medienanstalt Berlin- Brandenburg verzahnt werden.

 

Die CDU hat unsere Wahlprüfsteine nicht beantwortet. Schade.

Anmerkung der Redaktion von medienbildung-jetzt.de:
Die nachfolgende Antworten beziehen sich auf den Fragenkomplex 7 bis 10

Wir begrüßen den Vorschlag, Medienkompetenzzentren analog zu den Musikschulen, Volkshochschulen, Jugendkunstschulen und Gartenarbeitsschulen als außerschulische Lernorte in das Landesschulgesetz aufzunehmen und entsprechend finanziell abzusichern. Dies ist um so mehr erforderlich, als in den letzten Jahren EU-Fördermittel weggebrochen sind und keine adäquate Förderung über den Landeshaushalt sichergestellt werden konnte. Hier wollen wir den Trägern eine notwendige Planungssicherheit zurückgeben.
Wir schätzen die Angebote der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), die allerdings im Rahmen ihrer Möglichkeiten nicht mehr als ein Impulsgeber sein kann. Diese Impulse gilt es von anderen Bildungseinrichtungen aufzunehmen. Wir haben den Eindruck, im Vergleich zur Kooperation zwischen Brandenburg und der mabb hat Berlin da noch Luft nach oben.

Lernorte für Medienkompetenz sind aber auch Bibliotheken. Wir fordern einen neuen Bibliotheksentwicklungsplan, um insbesondere die bezirkliche Bibliothekslandschaft zu sichern und das Angebot den zeitgemäßen Erfordernissen anzupassen, insbesondere die Ausstattung mit digitale Medien und damit verbundene Angebote betreffend.

Zu Beginn der ablaufenden Legislaturperiode hatten Träger und Akteur*innen der Medienbildung zu Runden Tischen eingeladen. Die Forderung an den Senat, dieses Forum zu verstetigen unter Leitung und mit Unterstützung durch den Senat wurde von diesem strikt abgelehnt. Wir dagegen unterstützen die Forderung nach einer Einrichtung eines Runden Tisches Medienbildung. Wir erhoffen uns durch die Zusammensetzung der Teilnehmer*innen konkrete Verbesserungsvorschläge zur Verankerung von Medienbildung in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit, die es dann auf Landes- wie auch auf bezirklicher Ebene in die Praxis umzusetzen gilt.

Redaktioneller Hinweis der Redaktion von medienbildung-jetzt.de
Die nachfolgende Antwort bezieht sich auf die Fragen 9 und 10.

Die Fraktionen der LINKEN, Piraten und von Bü90/Die Grünen haben im März 2016 die Initiative ergriffen und einen Antrag über „Berlins Zukunft sichern – jetzt Konzept für die Bildung mit digitalen Medien“ (Drs. 17/2805) vorgelegt. Der Antrag enthält wesentliche medienpädagogische Forderungen unserer Partei. Dazu gehört u.a. auch, einen „Runden Tisch Medienbildung“ einzurichten, „der regelmäßig die breite außerschulische Trägerlandschaft der Medienbildung mit den Gremien der Lehrkräfte, Schüler/-innen und Eltern vernetzt.“

Hierfür muss die Möglichkeit durch Freistellung der Mitarbeiter*innen für Vernetzungstreffen, sowie die Planung von zentralen Kongressen und Veranstaltungen für Austausch und Fortbildung gegeben werden. Weiterhin ist es erstrebenswert, die digitale Vernetzung und dezentrale Zusammenarbeit über technische Hilfsmittel zu fördern.

Frage 10
Welche Vorschläge haben Sie für eine nachhaltige Verankerung mediengestützter Projekte zur Kinder- und Jugendbeteiligung auf bezirklicher Ebene?

Aktive Beteiligung ist Grundlage einer lebendigen Demokratie. Sie schärft den Sinn für das Gemeinwohl, stärkt den Zusammenhalt und Generationendialog und fördert Eigeninitiative und Engagement aller Berlinerinnen und Berliner. Deshalb werden wir die Partizipation junger Menschen stärken und die Beteiligungsmöglichkeiten durch die Weiterentwicklung des Jugenddemokratiefonds und das neue Jugendportal mit vielen interaktiven Beteiligungs- und Kommunikationsangeboten fördern und ausweiten.

Die CDU hat unsere Wahlprüfsteine nicht beantwortet. Schade.

Anmerkung der Redaktion von medienbildung-jetzt.de:
Die nachfolgende Antworten beziehen sich auf den Fragenkomplex 7 bis 10

Wir begrüßen den Vorschlag, Medienkompetenzzentren analog zu den Musikschulen, Volkshochschulen, Jugendkunstschulen und Gartenarbeitsschulen als außerschulische Lernorte in das Landesschulgesetz aufzunehmen und entsprechend finanziell abzusichern. Dies ist um so mehr erforderlich, als in den letzten Jahren EU-Fördermittel weggebrochen sind und keine adäquate Förderung über den Landeshaushalt sichergestellt werden konnte. Hier wollen wir den Trägern eine notwendige Planungssicherheit zurückgeben.
Wir schätzen die Angebote der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), die allerdings im Rahmen ihrer Möglichkeiten nicht mehr als ein Impulsgeber sein kann. Diese Impulse gilt es von anderen Bildungseinrichtungen aufzunehmen. Wir haben den Eindruck, im Vergleich zur Kooperation zwischen Brandenburg und der mabb hat Berlin da noch Luft nach oben.

Lernorte für Medienkompetenz sind aber auch Bibliotheken. Wir fordern einen neuen Bibliotheksentwicklungsplan, um insbesondere die bezirkliche Bibliothekslandschaft zu sichern und das Angebot den zeitgemäßen Erfordernissen anzupassen, insbesondere die Ausstattung mit digitale Medien und damit verbundene Angebote betreffend.

Zu Beginn der ablaufenden Legislaturperiode hatten Träger und Akteur*innen der Medienbildung zu Runden Tischen eingeladen. Die Forderung an den Senat, dieses Forum zu verstetigen unter Leitung und mit Unterstützung durch den Senat wurde von diesem strikt abgelehnt. Wir dagegen unterstützen die Forderung nach einer Einrichtung eines Runden Tisches Medienbildung. Wir erhoffen uns durch die Zusammensetzung der Teilnehmer*innen konkrete Verbesserungsvorschläge zur Verankerung von Medienbildung in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit, die es dann auf Landes- wie auch auf bezirklicher Ebene in die Praxis umzusetzen gilt.

Redaktioneller Hinweis der Redaktion von medienbildung-jetzt.de
Die nachfolgende Antwort bezieht sich auf die Fragen 9 und 10.

Die Fraktionen der LINKEN, Piraten und von Bü90/Die Grünen haben im März 2016 die Initiative ergriffen und einen Antrag über „Berlins Zukunft sichern – jetzt Konzept für die Bildung mit digitalen Medien“ (Drs. 17/2805) vorgelegt. Der Antrag enthält wesentliche medienpädagogische Forderungen unserer Partei. Dazu gehört u.a. auch, einen „Runden Tisch Medienbildung“ einzurichten, „der regelmäßig die breite außerschulische Trägerlandschaft der Medienbildung mit den Gremien der Lehrkräfte, Schüler/-innen und Eltern vernetzt.“

Bezirkliche Kinder- und Jugendbeteiligungsbüros sollten an Jugendzentren andocken und durch feste Budgets und Personalstellen gesichert werden.